Musicals & Musikfilme : Die Kinder des Monsieur Mathieu

Die Kinder des Monsieur Mathieu

EUR 6,90


Highlight Kinder des Monsieur Mathieu, USK/FSK: 6+ VÃ-Datum: 07.03.05


Brillianter Film, der die Schönheit in eine dunkle Welt bringt - Der Rezension von sevenmileboots habe ich ncihts hinzuzufügen. Für mich faßt diese punktgenau den besonderen Charme und Zauber des Films zusammen. Seinen Plädoyer für mehr Filme dieser Art möchte ich unterstützen, indem ich zum einen auf seine Rezension hinweise, zum anderen diesem Film mit meiner kurzen Rezension 5 Sterne gebe und damit hoffentlich noch einige Menschen bei der Entscheidungsfindung zum Kauf der DVD unterstütze.

Liebevoll gestaltete DVD mit einem zauberhaften Musikfilm - Dieser Film spielt die Melodie des Herzens mit leisen Tönen an. Christophe Barratier hat ein kleines Kunststück vollbracht und eine anrührende, liebevoll erzählte Geschichte mit wunderschöner Musik vereinigt, um aufrichtige Freude und Anteilnahme zu wecken. Frankreich 1949: Gescheitert auf allen Gebieten, aber mit einer unerschütterlichen positiven Grundhaltung gesegnet, tritt der Musiker Mathieu (Gerad Jugnot) seine neue Stelle im Erziehungs-heim Font de l`Etang an. Als der Zuschauer den düsteren, heruntergekommen Kasten sieht, bekommt er negative Vorahnungen. Tatsächlich beschleicht auch den gutmütigen Mathieu ein immer größeres Unbehagen, der er nicht nur mit der unberechenbaren Heimtücke der Schüler, sondern auch mit recht harschen Erziehungsmethoden des Herrn Direktors seine Schwierigkeiten hat. Ein Spottlied der Jungs bringt ihn schließlich ins Grübeln. Er beschließt ein musikalisches Experiment zu starten. Unter den misstrauischen Augen der Hierarchie macht der Knabenchor erste Fortschritte. Die Erfolgserlebnisse stär-ken den Zusammenhalt in der Klasse und geben den Kindern neues Selbstbewusstsein. Amüsiert beobachten die Schüler, wie Mathieu das besondere musikalische Talent des Querkopfes Pierre Morhange zu fördern versucht. Das Gleichgewicht zwischen dem sensiblen Jungen und dem engagierten Lehrer wird jedoch empfindlich gestört, als Pierre eifersüchtig die Aufmerksamkeiten Mathieus gegenüber seiner schönen Mutter bemerkt. Auch ein neuer Schüler stört die eben gestärkte Eintracht der Schüler. Als der Störenfried mit der Kasse des Herrn Direktor durchbrennt, lässt dieser seinen Zorn an Mathieu und seinen Sängerknaben aus. Von da an geht der Chor in den Untergrund...Der Film ist mit vielen liebenswerten Details ausgestattet. Da ist der kleine Pepinon, der immer wieder am Tor auf seine Eltern wartet und kein einziges Lied singen kann. Oder die Szene mit den neugierigen Jungen, die sich die Nase an der Fensterscheibe plattdrücken, um die schönen Töchter des Herrn Direktor beim Picknick beobachten zu können. Man kann die Wärme der ersten Sonnenstrahlen fühlen, als Madame Morhange ihr Gesicht dem hellen Licht zuwendet, während sie der hoffnungslos verliebte Mathieu entzückt bewundert. Und natürlich schmilzt man dahin, wenn der Chor La Nuit anstimmt und die klare Stimme von Jean-Baptiste Maunier ein Solo singt. Auch die DVD ist detailverliebt gestaltet. Das Menü sieht aus wie handgezeichnet. Das Making-of lässt den Zuschauer sehr einfühlsam an der Entstehung des Films teilhaben. Die kleinen Mimen sind aufgeregt und am Anfang sehr am schwitzen, weil sie in der heißen Sommersonne unbequeme Winterkleidung tragen müssen. Außer Jean-Baptiste Maunier sind auch keine ausgebildeten Stimmen im Chor, so entstehen die dargestellten Fortschritte ganz natürlich. Nach den aufregenden Drehtagen fällt da so manchem der Abschied nicht leicht und einige Kindertränen müssen weggewischt werden. Das einzig entbehrliche Extra ist die Dankesrede von Arthur Cohn, die gleich nach dem Einlegen der DVD abgespielt wird. Aber die kann man auch locker überspringen und im Hauptmenü den Film starten. Wer einen liebevoll inszenierten, unsentimentalen Musikfilm sehen möchte, der kann sich immer wieder an diesem Film erfreuen.

Einer der schönsten Kinofilme - Besonders die ergreifenden Chorlieder machen diesen Film zu einem unvergesslichen Erlebnis. Kein Wunder, dass er in Frankreich einen wahren Chorboom hervorgerufen hat. Ich sehe ihn mir auf jeden Fall immer wieder gerne an und bin immer noch begeistert von der verzaubernden Stimme des Pierre. Dieser Film zeigt einmal mehr, dass Kinder nicht als schlechte Menschen zur Welt kommen. Wenn man es richtig anpackt, wie es Clémen Mathieu (Gérard Jugnot) macht, so kann aus den Kindern noch mal richtig was werden. Das soll aber nicht heißen, alle Kinder, die keine Vorzeigesprösslinge sind, in einen Chor gehören =). Auf jeden Fall aber ist der Film für Jung und Alt sehr empfehlenswert!

Eine Geschichte die Hoffnung macht - In unserer heutigen, Ellenbogen betonten Zeit, in welcher sich jeder selbst der Nächste ist, tut so ein Film mal richtig gut. Ich werde ihn nicht vergessen. Dieser Film lehrt uns, dass das weiche Wasser den harten Stein besiegt. Unbedingt ansehen!

Wer aufhört zu träumen, hört auf zu leben... - Da es zu diesem entzückenden Film schon sehr viele und sehr gute Rezensionen gibt, möchte ich nun noch mein kurzes Loblied dazu fügen:Das französische Filme immer ein eigenes Flair haben, ist auch hier wundersam spürbar. Es ist eine berührende Geschichte, aus dem Jahr 1949. Die Geschichte eines kollektiven musikalischen Ausbruches aus einer ganz gemeinen internatsmäßigen Gefangenschaft, die den schulischen Zwangsgefangenen immer wieder ihre Vergehen mit noch größeren Vergehen seitens der Schulleitung vergilt. Die Spirale der Gewalt wird dadurch immer mehr nach unten gezogen und verdichtet, bis eines Tages ein warmherziger Mann und begnadeter Erzieher, Clément Mathieu, diesen trostlosen Ort betritt und mit Musik die stets verschlossen gehaltenen Münder zum Singen öffnet. Welch eine Befreiung, wenn die Seele des Menschen sich artikulieren darf und ihren hohen Ausdruck im Gesang und in der Musik findet. Da geschieht Heilung an den Herzen der gequälten Kinder, sowie auch so mancher versteinerter Lehrer.In ruhigen und bewegenden Bildern erhebt der Film keinen ausgestochenen künstlerischen Anspruch, sondern er will einfach berühren und gefallen. Der Film ist grandios altmodisch, hemmungslos herzerwärmend, umwerfend charmant und besticht durch seinen selbstverständlichen Optimismus.Gegen Ende des Films gleichen die Stimmen der Kinder einem Engelschor samt dem begabter Solisten Pierre Morhange, (ein wundervoller Jean-Baptiste Maunier) treibt einem die Tränen der Freude und des himmlischen Genusses in die ohnedies ständig bewässerten Augen. Diese simple Geschichte und die schlichte Inszenierung machen den Film doch zu einem künstlerischen Genuss und alles Klischeehafte und Rührselige wird vorbehaltlos übersehen und verziehen. Denn wer aufhört zu träumen, hört bald auch auf zu leben....In diesem Sinne wünsche ich vom ganzen Herzen einfach viel Freude beim Sehen und Hören und gebe mit gutem Gewissen 5 volle Sterne....




Die Kinder des Monsieur Mathieu